Der richtige Start in den Tag

Das Frühstücks 1×1 für Schulkinder: Die wichtigsten Antworten vom Profi

Lebensmittelexpertin Veronika Wrobel aus der Verbraucherzentrale Brandenburg verrät Fakten und Fallen der wichtigsten Mahlzeit unserer ABC-Schützen

Die einen lassen es weg, den anderen ist es heilig: Beim morgendlichen Frühstück scheiden sich die Geister – genauso wie bei seinem Inhalt. Veronika Wrobel, Verbraucherberaterin für Lebensmittel und Ernährung aus der Verbraucherzentrale Brandenburg, weiß, warum du besonders bei deinen Kids unbedingt genauer hinschauen solltest – und wie diese ihr erstes Mahl am Tag auch gerne essen.

Warum ist das Frühstück besonders für Kinder so wichtig?

Die Energiereserven von Kindern werden über Nacht aufgebraucht, da sie diese nur eingeschränkt speichern können. Deswegen braucht ihr Körper direkt nach dem Aufstehen neuen Brennstoff – nur so können sie von der ersten Stunde an die Leistungen bringen, die heutzutage von ihnen in der Schule erwartet werden. Damit sie wach und konzentriert bleiben, ist auch ein zweites gesundes Frühstück, das zu Hause zubereitet wurde, in der großen Pause wichtig.

Wo lauert versteckter Zucker?

Die süßen Joghurts und Milchdrinks, welche die Werbung als sogenannte „Kinderlebensmittel” anbietet, haben zwar meist einen ähnlich hohen Kalziumgehalt wie Milch, enthalten allerdings oft viel Fett und Zucker. Weitere Zuckerfallen sind außerdem Fertigmüslis und sogenannte Frühstückscerealien. Diese sind nur dann zu empfehlen, wenn sie aus Vollkornflocken bestehen und möglichst ohne Zucker, Honig oder Schokolade hergestellt sind.

Achtung vor versteckten Zuckerfallen!
© Verbraucherzentrale Brandenburg

Was sind gesündere Alternativen?

Eine gute Alternative bilden selbst zubereitete Müslis aus Vollkorn-Haferflocken, Rosinen, kleinen Mengen Trockenobst, Samen (zum Beispiel Sonnenblumenkerne) und Nüssen. Außerdem gehört reichlich frisches Obst sowie Milch immer dazu. Beim Joghurt gilt: Besser selbst anrühren und mit frischem Obst süßen. Tipp: Je kleiner man das Obst schneidet, desto süßer wird es.

Welches Brot empfehlen Sie?

Ein helles Brot ist schnell verdaut. Das hat zur Folge, dass der Blutzuckerspiegel des Kindes sinkt, es wieder unkonzentrierter wird und seine Leistungskurve nicht halten kann. Mehr Ballaststoffe bieten dagegen Vollkornbrote. Sie halten länger satt und bringen zusätzlich den trägen Darm in Schwung. Außerdem haben, wenn Körner zu sehen sind, auch die Zähne etwas zu beißen. Allerdings ist nicht alles, was dunkel ist, auch Vollkorn.

Volles Korn voraus: Ein vollwertiges Brot enthält Ballaststoffe, die länger satt halten und kontinuierlich Energie liefern
© Verbraucherzentrale Brandenburg

Wie sieht ein gesundes Frühstück aus?

Ein optimales Frühstück besteht aus drei Lebensmittel-Gruppen: Milch oder einem Milchprodukt, einem Getreideprodukt (Brot oder Müsli) und frischem Obst oder Rohkost. Butter, Margarine, magerer Käse und Wurstaufschnitt oder auch mal ein süßer Aufstrich in kleinen Mengen runden das Frühstück ab. Für die Frühstücksmuffel kann es morgens auch nur ein Glas Milch sein oder ein kleiner Joghurt. Aber schöner wäre es, wenn das Frühstück ein bisschen üppiger ausfallen würde.

Was gehört in die Brotbox?

In der Brotbox sollte ein Vollkornbrot oder ein dunkles Brot mit einem herzhaften Belag liegen. Hier können Eltern ihrer Fantasie freien Lauf lassen und sich beispielsweise aus Käse, Obst und Gemüse kunstvolle Spieße ausdenken. Eine Obst- oder Gemüseportion ist ungefähr so viel, wie eine kleine Kinderhand. Als Getränk empfehlen wir Mineralwasser oder ungesüßte Kräutertees. Für diejenigen, die sich hier schwer tun, haben wir auf unserer Website www.fruehstuecksfreunde.de nützliche Informationen sowie Rezepte für eine ganze Woche leckerer Pausenbrote zusammengestellt.

Nüsse, Rohkost und Obst verwandeln die Brotdose in eine leckere Überraschungsbox
© Verbraucherzentrale Brandenburg

Wie schafft es das Frühstück unbeschadet in die Schule?

Das Pausenbrot für die Kinder sollte immer in geeigneten Frühstücksdosen oder gut schließenden Bechern mitgegeben werden. Eine Brotbox schont die Umwelt, ist papierlos, kann gewaschen und wiederverwendet werden. Außerdem kann man in der Brotbox selbst Ordnung schaffen, indem man kleinere Döschen oder Brotboxen mit Trennungen verwendet, wo das Obst und Gemüse nicht durch die Gegend fällt. So bleibt auch die Schnitte selbst noch lange ansehnlich. Finger weg von Alufolie! Diese ist nicht nur umweltschädigend, sondern auch schlecht für die Gesundheit, da Partikel auf die Lebensmittel übergehen. Auch Frischhaltefolie und Papiertüten sind aufgrund ihrer hohen Durchlässigkeit keine gute Alternative.

So wird die Brotbox auch gegessen

1. Das Auge isst mit – in der Brotbox sollte sich also auch immer etwas Buntes befinden.

2. Was das Kind nicht essen will, isst es auch nicht. Deswegen: Berücksichtige die Wünsche deines ABC-Schützen. Oder besser noch – bereitet das Frühstück für die große Pause gemeinsam zu.

3. Mit lustigen Trinkflaschen, die das Getränk kühl- oder warmhalten, haben Kinder gleich mehr Spaß am Trinken.

Fantasievolle, bunte Spieße sorgen in der großen Pause für besonders gute Laune!
© Verbraucherzentrale Brandenburg

Wir danken Veronika Wrobel aus der Verbraucherzentrale Brandenburg für das nette Gespräch.

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25.02.2019

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