Potsdam auf zwei Rädern

Die 4 schönsten Fahrradrouten in und um Potsdam

Radtouren ab den Bahnhofspassagen Potsdam – ideal für Wochenenden im Frühling

Saisonstart in Potsdam: Vier Routen, ein zentraler Ausgangspunkt

Der Frühling zieht allmählich in Potsdam ein: Die Luft wird klarer und die Tage werden wieder länger – und vor allem wärmer! Damit sind die Bedingungen ideal, um wieder ausgiebige Fahrradtouren zu unternehmen und die schönsten Orte in und um Potsdam auf zwei Rädern zu entdecken. Für den Start in die Saison haben wir dir vier besonders schöne Routen zusammengestellt. Diese unterscheiden sich in der Länge, sodass für jedes Tempo und jede Tagesplanung die passende Tour dabei ist.

Und keine Sorge falls du (noch) kein eigenes Fahrrad hast: Alle Routen sind so geplant, dass Start und Ziel in den Bahnhofspassagen Potsdam liegen, denn an unserer Radstation kannst du dir dein Wunsch-Fahrrad für einen Tagesausflug ganz einfach ausleihen und losradeln.

Rund um Templiner- und Schwielowsee: Caputh–Ferch–Petzow als große Wasser-Runde

Länge: ca. 32 km, Dauer: ca. 2,5 Stunden

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Die Route verläuft zu große Teilen an den Ufern des Templiner- und Schwielowsees und bietet an warmen Tagen viele Gelegenheiten für Badepausen.

Die Route startet in den Bahnhofspassagen Potsdam. Von hier fährst du entlang der Leipziger Straße nach Süden, durch die Templiner Vorstadt. Nach rund 5,3 km erreichst du mit dem Waldbad Templin am Templiner See die erste gute Gelegenheit für einen kurzen Stopp – und an besonders warmen Tagen sogar für einen Sprung ins Wasser, bevor es weiter Richtung Caputh geht.

In Caputh wartet mit dem Caputher See ein besonders schönes Highlight. Wenn du etwas Zeit mitbringst, lohnt sich der Abstecher, um ihn einmal komplett zu umrunden. Ebenfalls auf dem Weg: das Schloss Caputh mit Blick auf den Templiner See und das Einsteinhaus als erste Highlights auf der Route. Falls du bei diesen frühen Stopps schon etwas Hunger bekommst, empfehlen wir dir gleich zu Beginn bei Kaufland in den Bahnhofspassagen Potsdam etwas Proviant einzukaufen, mit dem du dich ganz entspannt ans Seeufer setzen und die Aussicht genießen kannst.

Anschließend folgst du dem Ufer des Schwielowsees über die kleine Waldbrücke nach Ferch. Ferch ist nach knapp 15 km nicht nur der Scheitelpunkt der Route, sondern hält mit dem Holzbohlenweg ein weiteres Highlight für dich bereit. Der Weg mitten durch den Wald am Ufer des Sees eignet sich perfekt für eine wohlverdiente Pause.

Danach geht es über die Fercher Straße Richtung Petzow, vorbei an Schloss Petzow und dem Schlosspark bis zur Baumgartenbrücke, von welcher du nach knapp 21 km Fahrt einen wunderschönen Havelblick Richtung Werder genießen kannst. Dann bleibst du am Ufer (direkt nach der Brücke rechts), fährst vom Ufer des Schwielowsees entlang des Petzinsees und entlang dem Westufer des Templiner Sees Richtung Norden nach Potsdam. Über Zeppelinstraße und Breite Straße rollst du nach ca. 30 km durch die Potsdamer Innenstadt vorbei am Stadtschloss, Lustgarten und Lange Brücke direkt in die Bahnhofspassagen Potsdam.

Schlösser, Seen, Weltgeschichte: Auf den Spuren der preußischen Könige und Potsdamer Geschichte

Länge: ca. 16 km, Dauer: ca. 1,5 Stunden

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Die historische Fahrradroute entlang der vielen Schlösser und historischen Gebäude von Potsdam ist ein absolutes Muss für jeden Geschichtsinteressierten.

Diese Tour durch Potsdam wirkt wie ein Bilderbuch, nur, dass du mittendurch fährst. Du startest an den Bahnhofspassagen Potsdam und rollst zuerst entspannt in die historische Mitte zum Alten Markt. Der Platz wirkt so, wie ihn sich der Alte Fritz wohl gewünscht hat, als er ihn umgestalten ließ: eine große, klare Bühne im Stil einer italienischen Piazza.

Von hier geht es über die Breite Straße weiter, vorbei am Dampfmaschinenhaus Richtung Park Sanssouci. Sobald du den Park erreichst, sprießen links und rechts die imposanten Potsdamer Schlösser empor: Als erstes auf der Route gelegen ist das Schloss Charlottenhof, dass mit seinem Italien-Flair und Blickachse zur Kuppel des Neuen Palais bewusst als repräsentatives Gästehaus inszeniert wurde. Wenn du weiter durch oder um den Park herum fährst, kommst du zunächst an eben jenem Neuen Palais vorbei, bevor du vorbei am Botanischen Garten und dem Orangerieschloss schließlich zum „Vorzeigeschloss“ von Friedrich II., dem Schloss Sanssouci gelangst. Das Schloss wurde nach dem Vorbild in Versailles gebaut und gehört mit seinen ikonischen Weinbergterassen, auf dessen obersten das Grab Friedrichs II. liegt, zu den bekanntesten Wahrzeichen Potsdams und der preußischen Kulturgeschichte, das aktuell jedoch gerade saniert wird.

Anschließend führt dich die Route über den historischen Voltaireweg, vorbei an der Russischen Kolonie Alexandrowka, weiter zum Neuen Garten. Hier setzt das Marmorpalais einen klassizistischen Akzent, bevor du am Heiligen See entlang zum Schloss Cecilienhof kommst – dem Ort der Potsdamer Konferenz (1945). Von hier umrundest du den Heiligen See einmal, fährst durch die Berliner Vorstadt und das Holländische Viertel zur Langen Brücke und über die Freundschaftsinsel, bevor du nach knapp 1,5 Stunden und gut 16 km Fahrtweg wieder an den Bahnhofspassagen Potsdam ankommst.

Einmal übers Wasser: Die Fähr-Runde über Wannsee, Sacrow und Pfaueninsel

Länge: ca. 40 km, Dauer: ca. 3 Stunden

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Wenn du nicht nur am, sondern auch über das Wasser fahren möchtest, ist diese Route durch den Königswald und über den großen Wannsee genau die richtige für dich.

Du startest an den Bahnhofspassagen Potsdam und fährst entlang der Neuen Fahrt durch den Nuthepark. Am Tiefen See geht es weiter durch den Park Babelsberg bis zum Glienicker See – und über die Glienicker Brücke. Ein kurzer Moment Geschichte: Hier verlief einst die innerdeutsche Grenze und während des Kalten Krieges wurde die Brücke durch spektakuläre Agenten- und Gefangenenaustausche weltbekannt.

Danach bleibst du am Ufer: am Jungfernsee entlang, vorbei am Schloss Cecilienhof, bis Neu Fahrland. Über die Potsdamer Chaussee erreichst du den Krampnitzsee als Scheitelpunkt. Von dort folgst du der langen Straße nach Sacrow durch den Königswald und fährst anschließend direkt am Havelufer weiter – mit Blick auf die Pfaueninsel. Dieser Abschnitt ist besonders schön: Radweg nah am Wasser, kleine Buchten am Rand, an warmen Tagen ideal für eine kurze Abkühlung in der Havel.

An der Fährhaltestelle „Alt-Kladow“ setzt du über: Die Fähre fährt im 60-Minuten-Takt und braucht ca. 20 Minuten nach Wannsee. Danach hältst du den Wannsee rechts und folgst dem Ufer, vorbei am Haus der Wannsee-Konferenz und weiter durch den Düppeler Forst, erneut an der Pfaueninsel vorbei, durch den Glienicker Park und über Klein Glienicke zurück nach Babelsberg. Über Alt Nowawes und die Friedrich-List-Straße bist du knapp 3 Stunden später wieder in den Bahnhofspassagen Potsdam, wo du dein Fahrrad in unserem Fahrradparkhaus sicher abstellen kannst und dir eine ordentliche Stärkung verdient hast! Nur stehst du bei dem großen gastronomischen Angebot nun vor der Qual der Wahl!

Von See zu See: Die große Badestellen-Runde entlang der Havel

Länge: ca. 42 km, Dauer: ca. 3 Stunden

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Die Brandenburgische Seenlandschaft wird auf dieser Route überdeutlich. Bleibt nur die Qual der Wahl an welchem der vielen, wunderschönen Seen du deine Stopps einlegst.

Du startest an den Bahnhofspassagen Potsdam und bist erstaunlich schnell aus der Hektik der Stadt raus. Durch den Nuthepark geht es zur Nuthestraße und über die Humboldtbrücke in die Nördliche Vorstadt, dessen Landschaft mit jedem Kilometer leiser zu werden scheint. Im Neuen Garten fährst du zwischen altem Baumbestand, Wiesen und dem Heiligen See vorbei am Schloss Cecilienhof bis du den Jungfernsee erreichst. Am Ufer entlang Richtung Nedlitz liegt das Wasser oft ganz ruhig einfach rechts neben dir und du fährst wie an einer langen, glänzenden Kante daran entlang.

Hinter Nedlitz öffnet sich der Blick: Felder, Weite, Himmel. Du rollst bis zum Schlänitzsee – eine hervorragende Badestelle und genau der richtige Moment für eine Pause nach der ersten Hälfte. Wenn du dir dafür etwas mitnehmen willst, lohnt sich der Stopp gleich zu Beginn: Bei Bäcker Wiedemann und Kamps in den Bahnhofspassagen Potsdam bekommst du leckeren Proviant für unterwegs – von herzhaft belegten Brötchen bis zu süßen Teilchen und verführerischen Kuchenstücken.

Danach fährst du weiter Richtung Süden und bleibst ca. 15 km konsequent am Wasser. Erst am Schlänitzsee, dann an der Wublitz und weiter am Großen Zernsee bis zur Baumgartenbrücke und zum Schwielowsee. Dieser Abschnitt ist sehr gut ausgebaut und fährt sich angenehm gleichmäßig – perfekt, um dein Fahrrad „einfach laufen zu lassen“. Anschließend geht es am westlichen Ufer des Templiner Sees zurück Richtung Potsdam. Unterwegs bieten sich immer wieder Stellen für einen kurzen Sprung ins Wasser, die du auch nutzen solltest, denn so schnell wie du aus der Stadt rausgefahren bist, rollst du über Zeppelinstraße und Breite Straße auch wieder hinein und überquerst in wenigen Minuten die Lange Brücke und kommst nach einer langen Ausfahrt wieder in den Bahnhofspassagen Potsdam an.

Potsdam und das Umland sind viel zu schön, um sie in diesem Jahr links liegen zu lassen. Steig aufs Rad, sammle Kilometer, halte zwischendurch bewusst an, atme durch und nimm die Landschaft bewusst wahr, anstatt nur daran vorbeizufahren. Such dir eine Tour aus, die zu deinem Tempo passt und plane genug Zeit für Pausen ein – am Wasser, im Park, am Waldrand, an einem der vielen Schlösser oder wo auch immer du magst. Und weil Radfahren oft an den Alltag anknüpft, sind die Bahnhofspassagen Potsdam der ideale Start- und Zielpunkt für quasi jede Route. Zentral in Potsdam gelegen und sehr gut erreichbar, ist hier ein praktischer Ausgangspunkt sowohl für Potsdamer:innen als auch für Besucher:innen aus Berlin. Einfach Lieblingsroute auswählen und direkt losradeln!